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Der Vorteil von Wildkameras im Revier

Erfolgreicher Einsatz einer Wildkamera zur Entdeckung & Erlegung einer verletzten Wildsau!

Der Einsatz von technischen Hilfsmitteln bei der Jagd ist umstritten. Hier möchte ich nun ein Beispiel für den positiven Einsatz eines technischen Hilfsmittels bei der Jagd aufzeigen.

Im letzten Herbst konnte ich ein Dank meiner an der Kirrung angebrachter Wildkamera ein krankes Wildschwein erlegen, welches ansonsten sicherlich elendig verendet wäre. Seit Anfang September des Jahres 2012 hatte ich meine Wildkamera der Marke Achorn an der Kirrung in dem von mir als Begehungsscheininhaber bejagdtem Revier in Rossbach an der Wied installiert. Die Kamera lieferte sowohl tagsüber als auch Nachts problemlos und beständig gute Bilder & Videos des vorhandenen Wildes und trug zur Beobachtung der Bestandsentwicklung beim lokalen Schwarzwild bei.

Wildkamera 1In der Woche vor dem 31.10.2012 konnte ich auf der Kamera einen Überläufer erkennen, welcher alleine an die Kirrung kam. Auf den Bildern war bei genauem Hinsehen zunächst nur zu erkennen, dass er den linken Vorderlauf schonte. Eine Video jedoch enthüllte, dass die Sau den vorderen linken Lauf gar nicht mehr benutzte und dieser nur schlaff herab hing. Im Folgenden setzte ich mich mehrfach an und konnte die Sau in der Vollmondnacht vom 30.10.2012 auf den 31.10.2012 gegen 02:00 h auf ca. 25 Meter mit meinem Suhler-Drilling im Kaliber 7x 65R erlegen. Das Stück kam wieder alleine aus der Dickung und benutzte den linken Vorderlauf gar nicht. Trotzdem flüchtete es nach einem Lungentreffer noch ca. 15 ohne zu zeichnen.

Wildkamera 2Am erlegten Stück konnte ich einen offenen Bruch des Vorderlaufs erkennen, welcher wahrscheinlich von einem Unfall herrührte und schon teilweise verheilt war. Der gebrochene Röhrenknochen ragte, wie auf den Bildern zu sehen, aus dem Lauf heraus und war nicht nur vereitert, sondern teilweise schon wieder verwachsen. Das Stück muss starke Schmerzen gehabt haben und wäre sicherlich in einiger Zeit qualvoll eingegangen, da diese Verletzung eine dauerhafte Öffnung für eine Vielzahl von Krankheitserregern darstellte. Das weibliche Stück wog ca. 40kg und ich entsorgte es entsprechend als Fallwild.

Ohne die angebrachte Wildkamera wäre das Stück sicherlich nur durch Zufall als solches entdeckt worden, da es sich – wahrscheinlich aufgrund der Verletzung – besonders heimlich verhielt. Ich denke der oben beschriebene Vorfall zeigt, dass der gezielte Einsatz einer/mehrerer Wildkameras in einem Revier Sinn macht.